Warum ging Fließ den Weg mit nonconform?

Das Dorfzentrum in Fließ, einer Tiroler Berggemeinde mit rund 3.000 Einwohner*innen zwischen Landeck und Fiss-Ladis, wies über den Lauf der Zeit mehrere Leerstände auf. Die Gemeindeverantwortlichen reagierten mit Weitsicht und erwarben die Gebäude mit dem Plan, durch ein Pilotprojekt nachhaltige Impulse für ein attraktives Ortszentrum zu setzen. Statt des leerstehenden Ensembles sollte ein nutzungsdurchmischtes Dorfhaus entstehen. Der Projektentwicklungsprozess und die in der Folge zu errichtenden Gebäude sowie öffentlichen Räume sollten darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag für die Zukunft der Tiroler Wohnbaudiskussion und eine ganzheitlichen Ortsentwicklung darstellen. 

Wie lief der Wettbewerb mit Beteiligungsprozess ab?

Ein besonderer Entwicklungsweg wurde gewählt: ein Wettbewerbsverfahren im Dialog zwischen Gemeinde, Bevölkerung und Architekt*innen. Zum ersten Mal konnten Bürgerbeteiligung und Architekturwettbewerb auf eine ganz neue Weise kombiniert und so die Basis für die Realisierung dieses einmaligen Vorzeigeprojekts gelegt werden. Umgesetzt wurde das gesamte Wettbewerbsverfahren als Verknüpfung einer nonconform ideenwerksatt mit einem klassischen Architekturwettbewerb. In einem zweiphasigen Wettbewerb wurden fünf Büros für die zweite Wettbewerbsstufe zum Hearing nach Fließ geladen.

Das gelbe Ideenband mit seinem Wiedererkennungswert macht auf Veränderung im Ortszentrum aufmerksam. 

Was war das Besondere daran?

Das Besondere dabei war, dass dieses Hearing zwei Tage dauerte und direkt vor Ort gemeinsam mit der Bevölkerung, der Jury und der Gemeindepolitik stattfand. In dem von nonconform gestalteten und moderierten Prozess hatten die geladenen Architekt*innenteams die Gelegenheit, die Bevölkerung intensiv nach ihren Bedürfnissen zu befragen. Infolge erarbeiteten die Architekt*innen individuelle Projektentwürfe. Die anonyme Abgabe der Projekte entsprach dem Bundesvergabegesetz. In der öffentlichen Jurysitzung konnten die Bürger*innen zuhören, wie die Jury – bestehend aus Fachleuten und Vertreter*innen der Gemeinde – in ausführlichen Diskussionsrunden die Entscheidung für das beste Projekt traf.
Es ist nicht der erste Architekturwettbewerb, bei dem ich dabei war. Normalerweise ist es danach aber immer recht schwierig, den Leuten zu erklären, warum ausgerechnet dieses oder jenes Projekt gewonnen hat. Bei diesem Verfahren ist das komplett anders. Durch die intensive Beschäftigung mit den Projekten ist es nun ein Leichtes, die Vorteile des siegreichen Projekts in einem Satz den Menschen zu erklären.
 
Wolfgang Huter

Vizebürgermeister

Wie sieht das Ergebnis aus?

Entstanden ist ein qualitativ hochwertiges und von vielen Beteiligten akzeptiertes Projekt, das von den Innsbrucker Architekt*innen Daniela Kröss und Rainer Köberl umgesetzt wurde und viel Anerkennung erntete – sowohl von der Bevölkerung als auch von der Fachwelt.

Ein Dach, ein Brunnen, drei neue Häuser mit unterschiedlichen Nutzungen und eine Tiefgarage mit freigelegten archäologischen Funden bringen nachhaltig Leben in die Ortsmitte: Das Projekt besteht im Prinzip aus einem großen, etwa 15 Meter breiten, 25 Meter langen, unregelmäßig trapezförmigen Dach mit runden Oberlichten auf zarten Stahlstützen und drei Häusern. Das Dach lässt im Norden mit seiner schrägen Flucht die „Via Claudia“ optisch gleichermaßen ins Dorf schwappen und dockt direkt am neuen Haus mit MPREIS und Arztpraxis an, das in seiner konischen Grundrissform auf das Dach reagiert.

Gebäude und die markanten öffentlichen Räume treten auf unterschiedlichen Ebenen miteinander in Bezug.
 Fotocredit: nonconform, Georg Herder

Die drei Baukörper treten wechselweise miteinander in Beziehung und sind unter Plätzen, Stiegen und Wegen über die Ebene der Tiefgarage verbunden: Dort fanden sich archäologische Ausgrabungen eines „rätischen Hauses“ aus dem 5. bis 1. Jhdt. v. Chr., die nun – durch ein Oberlicht und von der Seite natürlich erhellt -, in Cortenstahl eingefasst, gut sichtbar in der zur Außenstelle des Museums geadelte Tiefgarage integriert wurden. 

So trifft die Lebenswelt der Vergangenheit auf Gegenwart und Zukunft von Fließ. Fotocredit: Herder

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