nationalparkzentrum schloss orth

Das Projekt ging aus einem geladenen Wettbewerb im Jahr 2004 hervor. Der gemeinsam mit MAGK synn entworfene Beitrag basiert auf der Idee von verzweigten Flussarmen, die typisch für den Ort sind. Es galt, die Wegführung im künftigen Besucherzentrum des Nationalparks Donauauen grundlegend neu zu organisieren. 

Foto: Rupert Steiner

Der markanteste Teil des Projekts ist der neue Zugang zum Schloss, der in der Ausschreibung als „weithin sichtbares Tor zum Nationalpark“ auszuformulieren sei. Von beiden Richtungen der Hauptstraße ist daher der neue Zugang deutlich als neues Element, fast als Irritation sichtbar. Er entwickelt sich punktuell in die Höhe und führt von der Straße als teilweise überdachter, mäandrierender Weg mit an- & absteigenden Brüstungen in Richtung Eingang. Die mit Lochblech bekleidete Stahlkonstruktion rahmt den Blick für die BesucherInnen und stellt damit das ehrwürdige Schloss sowie die atemberaubende Natur in den Mittelpunkt.

 

Im Inneren weisen Rampen die Blick- und Gehrichtung, helfen die Höhenunterschiede im Gebäude zu überwinden und bilden als Verweilfläche gemeinsam mit der neuen Außenstiege einen gestalterischen Abschluss des Schlosshofes.

 

Eine große Herausforderung war der behutsame Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand – sowohl in der Wahl der Formen und Kubaturen als auch in der Wahl der Materialien. So wurde das Foyer um einen maßvollen Zubau in den Hof erweitert. Weiters entstanden für die Besucher des Nationalparks ein Shop, ein Café sowie Ausstellungs- und Büroräume. Das Veranstaltungszentrum für die Gemeinde erhielt einen Saal für bis zu 150 Personen. 

Foto: Rupert Steiner

Projektinformationen

Gemeinsam mit MAGK synn

 

Auftraggeber: Nationalpark Donauauen GmbH, Gemeinde Orth an der Donau, Burghauptmannschaft Österreich

Planung: 2004-2005

Realisierung: 2005

Leistungsphasen: Planung inkl. Ausschreibung

Baukosten: 3,4 Mio. € (inkl. Fassadensanierung)